Klangkunst - Heinz Weber

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Parcour II (Enden)

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Parcour II (Enden)

Klanginstallation Live UA 25.03.2011
25. Märzi 2011 Christianskirche, Hamburg

In einem Raum sind 6 Lautsprecher verteilt. Aus dem ersten Lautsprecher ist eine Klangkomposition direkt zu hören. In einem bestimmten Abstand von diesem Lautsprecher ist ein Mikrofon, das die Klänge aus dem Lautsprecher aufnimmt. Diese Mikrofonaufnahme ist direkt aus dem zweiten Lautsprecher zu hören. Vor dem zweiten Lautsprecher ist ein weiteres Mikrofon, dessen Aufnahme auf dem dritten Lautsprecher wiedergegeben wird. Diese Kette wird fortgesetzt bis zum sechsten Lautsprecher (siehe Skizze).

Dieses Aufnahme- und Wiedergabesystem enthält in jeder Phase einen bestimmten Raumanteil durch den Abstand zwischen Lautsprecher und Mikrofon. Dieser Raumanteil und die Lautsprecherwiedergabe verändert den Klang in jeder Phase: es entsteht ein Klangprozess in sechs verschiedenen Aggregatstufen. Der gesamte Klangprozess, der eigentlich nacheinander, also in einer zeitlichen Abfolge, abläuft, wird in der Installation als gleichzeitig wahrgenommen. Die Musik ist in unterschiedlicher Klanglichkeit gleichzeitig im Raum zu hören. Der Besucher kann in der Installation zwischen den einzelnen Lautsprechern hindurchgehen und erlebt den Gesamtklang so in einer räumlichen Differenzierung.

Während der Dauer der Aufführung wird das Lautstärkeverhältnis und die Eingangsempfindlichkeit der Mikrofone über ein Mischpult geregelt. Die Klanginstallation wird damit zu einer einmaligen Aufführung

 

Klangmaterial der Komposition

Die klangliche Basis von „Parcour II“ sind verschiedene akustische Zustände der Christianskirche. Mehrere Aufnahmen im Innenraum zu verschiedenen Tageszeiten werden verdichtet und ergänzt durch diskrete Klänge, die in der Kirche verborgen sind.

In der künstlerischen Auseinandersetzung mit Musik und mit Klängen trifft man auf die transzendentalen Fragen nach Anfang, nach Dauer und Ausdehnung und nach Ende. Ich habe Enden gesammelt. Enden: der jeweils letzte Ton, der letzte Akkord eines Musikstückes in keinerlei Kontext von Rhythmus und Melodie mehr, nur noch komprimiertes Substrat des jeweiligen Stückes und gleichzeitig losgelöst von seinem ganzen Corpus und rein selbstständig als Klang.

 

Was erscheint hinter einem Ende?

In der Installation „Parcour II“ geht es um den Moment, wo Musik aufhört zu dauern und ihre Enden in die Gleichzeitigkeit eines räumlichen Klangprozesses übergehen.

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